MAUERSEGLER

 

 

Das Leben des Mauerseglers ist völlig auf das Leben in der Luft ausgerichtet. Der ausgezeichnete Flugjäger sieht einer Schwalbe ähnlich, fliegt aber schneller. Der Mauersegler, auch „Spyren“ genannt, ist ein fantastischer Flugakrobat.

 

Diese interessanten Vögel verbringen, wenn sie nicht gerade brüten oder Junge aufziehen, das ganze Leben in der Luft, auch in der Nacht. Dann nämlich kreisen sie im Segelflug hoch oben in der Luft, während sie schlafen und ab und zu mit den Flügeln schlagen, um wieder Höhe zu gewinnen.

 

Der Mauersegler hat extrem lange Flügel, aber kurze Füsse. Diese Eigenschaften machen es für einen Mauersegler schwierig, meistens sogar unmöglich, vom Boden direkt abzufliegen. Deshalb wählt er seine Brutnischen immer in einer gewissen Höhe über dem Boden aus.

 

Als Zugvogel trifft man ihn im Schweizer Sommer, den Winter verbringt er in Südafrika. Jedes Jahr anfangs Mai kehrt er zu seinen gewohnten Brutplätzen zurück. Anhand seiner Beringung konnte festgestellt werden, dass derselbe Mauersegler für über 20 Jahre den gleichen Nistplatz aufsuchte.
Es ist daher sehr wichtig, dass bestehende Nistplätze erhalten bleiben.

Die meisten Nistplätze befinden sich in älteren Ziegeldächern, wo die Vögel durch kleine Schlupflöcher in das Unterdach gelangen können. Bei Dachsanierungen werden diese Öffnungen leider oft verschlossen. Nachdem das Baugerüst entfernt ist, besteht meist keine Möglichkeit mehr solche Nistplätze wieder zugänglich zu machen. Die einzige Alternative ist dann ein Nistkasten an der Fassade oder unterm Dachvorsprung.

 

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